Nassvliestechnologie
Der Markt
Vliesstoffe, die im Wetlaid-Verfahren hergestellt werden, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Entwicklung von neuen High-tech Fasern und die Wiederentdeckung von natürlichen Fasern als moderne Baumaterialien eröffnen ständig neue Nischenmärkte für Vliesstoffe in nahezu allen industriellen Bereichen. Einsatzgebiete sind etwa Kraftfahrzeugindustrie, Flugzeugbau und Raumfahrt, Landwirtschaft und Bauwesen, Medizin-/Hygiene-Industrie und Hauswirtschaft.
Der Prozess
Die Nassvliestechnologie hat ihre Ursprünge in der Papierindustrie.
Zur Papierherstellung wird eine Suspension aus Zellstoff und Wasser mit Hilfe von Mahlgeräten, Entstippern und Cleanern zu einem homogenen Stoff aufbereitet, der über Zwischenbehälter in die Papiermaschine gepumpt wird. Dieses System eignet sich zur Papierproduktion aus kurzen Fasern oder Pulp mit hocher Dichte und geringer Porosität. Der Faserstoff hat vor der Entwässerung eine Konsistenz von etwa 1%. Das Wasser fließt durch ein horizontal ausgerichtetes Sieb ab, während die Fasermasse auf dem Sieb bleibt.
Zur Herstellung von Vlies mit kontrollierter Porosität muss die Formationsstrecke verlängert und schräg ausgerichtet werden, damit sich die Fasern aufbauend ablegen können. In diesem Prozess ist die Konsistenz des Faserstoffs deutlich reduziert: ca. 0,03%.
Durch die geringe Dichte der Suspension kann sich jede einzelne Faser nahezu ungehindert in der strömenden Flüssigkeit bewegen, ehe sie sich zu den anderen Fasern auf das Sieb ablegt. So entsteht ein homogenes Produkt mit kontrollierter Porosität.
Mit dem
können Fasern von 1 bis 18 mm Länge eingesetzt werden, in manchen Fällen sogar noch längere.
Kernstück der ANDRITZ Küsters Wetlaid Technologie |
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